read with the poweryogis: dienstags bei morrie

„lesen ist abenteuer im kopf.“

es ist aber auch inspiration, zuhören, mitfühlen, eintauchen in eine neue welt, lernen, entwicklung, erleuchtung oder einfach nur entspannung. wir alle haben wohl so unsere bücher, die wir nicht vergessen haben, textpassagen die uns immer wieder einfallen oder vielleicht sogar bücher, die wir immer wieder aufs neue lesen. in unserer serie read with the poweryogis  stellen wir euch unsere „augenöffnungs-bücher“ vor, also jene werke die uns nachhaltig beeinflusst und inspiriert haben. wir hoffen, dass da auch etwas interessantes für dich dabei ist!

barbaras‘ highlight:

dienstags bei morrie, mitch albom 

zusammenfassung:

dieses buch ist der bericht eines ganz besonderen unterrichts zwischen dem autor mitch albom und seinem alten professor und nun todkranken mentors morrie schwartz. morrie ist an amytrophischer lateralsklerose (als), einer krankheit des nervensystems, die auch als lou-gehrig-krankheit bekannt ist, erkrankt. einer krankheit, die unheilbar ist und tödlich verläuft, indem sie zunehmend die muskeln lähmt und ihn mit jedem tag mehr einschränkt. in den letzten wochen seines lebens besucht ihn mitch albom jeden dienstag und spricht mit ihm über das leben, über zwischenmenschliche beziehungen, die jugend und alles, was im leben wirklich wichtig ist.

mitch beginnt seinen ehemaligen professor als mentor zu sehen und freut sich auf jeden dienstag, an dem morrie ihm mit seiner einmaligen weisen, aber humorvollen und gleichzeitig bescheidenen art die augen öffnet für wichtige werte und moderne verdrehte wertvorstellungen. er lernt dabei nicht nur aus den gesprächen selbst sondern auch aus der beobachtung von morries umgang mit seiner unbarmherzigen krankheit und von der beziehung zwischen morrie und seiner langjährigen ehefrau charlotte. und er versteht sogar, dass es nicht viel braucht, um einen perfekten tag zu erleben.

barbara über das buch:

schon lange hab ich kein buch mehr in einem zug durchgelesen. vom ersten satz an, hat mich das buch gefesselt und das, obwohl ich es mir gar nicht freiwillig ausgesucht hab, sondern es im zuge meiner laufenden forrest yoga zertifizierung lesen musste. in dem buch geht es um den tod , ich mag das thema nicht, es macht mich nervös. und das obwohl wir nach jeder yogapraxis das sterben üben in der letzten position savasana, wortwörtlich übersetzt der „leichenpose“. wir üben darin, alles loszulassen, das ist quasi wie ein kleines sterben. aber zurück zum buch. der tod hat einen vorteil, er zeigt uns, wie besonders das leben ist und lässt uns spüren, dass es, zumindest im aktuellen bewusstsein, nur eines davon gibt. ich habe für mich erkannt, dass der sinn des lebens nur sein kann, glücklich zu sein. das klingt zwar einfach, es heisst aber in aller konsequenz sein leben so zu gestalten, dass das möglich ist. dienstags mit morrie enthält für mich genau diese essenz als botschaft, die auf freudvolle, positive und vor allem leichte art vermittelt wird. man verliert die angst vorm tod, wenn man jeden tag weiss, dass man das beste aus dem leben macht. folgendes zitat aus dem buch bringt das auf den punkt:

‚warum ist es so schwer über das sterben nachzudenken?‘
‚weil‘, führ morrie fort, ‚die meisten von uns wie schlafwandler durch die gegend laufen. wir kosten das leben nicht voll aus, weil wir ständig im halbschlaf sind und dinge tun, von denen wir glauben, wir müssten sie tun.‘
‚und all das verändert sich durch de konfrontation mit dem tod?‘
‚oh ja. du streifst all das unnütze zeug ab und konzentrierst dich auf das wesentliche. wenn du erkennst, dass du sterben wirst, dann siehst du alles mit ganz anderen augen.‘
er seufzte. ‚lerne, wie man stirbt, und du wirst lernen, wie man lebt.’“

 

By | 2019-04-22T17:20:58+01:00 April 22nd, 2019|yoga:books|0 Comments